Gericht entzieht neuem Milchstall die Baubewilligung 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer 


2022 ist das Jahr des Tigers, der Mut, Konkurrenzfähigkeit und Selbstvertrauen symbolisiert. Laut der chinesischen Astrologie steht das neue Jahr zudem unter dem Element Wasser – das für Tiefe, Unvorhersehbarkeit und Unbezwingbarkeit steht. Genau genommen haben wir es nun also mit dem Jahr des Wassertigers zu tun. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen nur das Beste im  2022 und bedanken uns für Ihre Unterstützung.

Vor der Abstimmung zur Trinkwasserinitiative haben Parlament und Bundesrat dem Volk ein Gesetz zur Senkung des Pestizideinsatzes und der Düngerüberschüsse versprochen, das ausdrücklich als «Alternative zu den Initiativen» angepriesen wurde. Wir haben die Vernehmlassung mitverfolgt. Brisant ist, dass bei den Nährstoffüberschüssen praktisch keine Verbesserungen zu erwarten sind.
 
Man bedenke: In der Schweiz sind die Ammoniakemissionen seit über 20 Jahren fast doppelt so hoch wie das Umweltziel erlaubt: 42’000 Tonnen statt 25’000 Tonnen pro Jahr – der überwiegende Teil davon stammt aus der Nutztierhaltung. Laut Bundesamt für Umwelt ist das stickstoffhaltige Gas Ammoniak, das beim Lagern und Ausbringen von Gülle in die Luft entweicht, besonders problematisch für unsere Umwelt und Gesundheit.
 
Doch dank der Klage von mutigen Anwohnern hat das Zürcher Verwaltungsgericht letztes Jahr ein bedeutendes Urteil gefällt und einem Milchstall die bereits erteilte Baubewilligung entzogen. Eine der Begründungen dazu: Zu Unrecht haben die örtliche und die kantonale Baubehörde die Critical Loads und Critical Levels der vom Bauvorhaben ausgehenden Ammoniakimmissionen ausser Acht gelassen und sind auch der Frage nicht weiter nachgegangen, ob die Überschreitung dieser Werte den Wald schädigen könnte.

In der Schweiz sollte die sogenannte Suisse Bilanz eigentlich für geschlossene Nährstoffkreisläufe sorgen und somit solchen Bauvorhaben den Riegel schieben. Doch unsere Recherchen zeigen, dass die Critical Levels und Critical Loads für Ammoniak und Stickstoff in der Suisse Bilanz nicht berücksichtigt werden. Anders gesagt: Zerstörerisch hohe Emissionen von Ammoniak sind derzeit kein Hindernis für Direktzahlungen.

Im April soll das Gesetz als «Alternative zu den Initiativen» vorliegen. Dann wird sich zeigen, ob es wirksam gegen die Ammoniakflut vorgeht – so wie wir es mit der Trinkwasserinitiative verlangt haben. Wir bleiben dran und werden darüber berichten.

Herzliche Grüsse
Franziska Herren & Team

Wir bleiben dran.

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Die 1,27 Millionen JA Stimmen für die Trinkwasserinitiative nehmen wir als Auftrag, den für sauberes Wasser, hohe Biodiversität, gesunde Böden und gesundes Klima dringend nötigen Wandel in der Lebensmittelproduktion weiterhin aktiv und kraftvoll voranzubringen. 

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