Bundespräsident Guy Parmelin
besucht das Weingut Lenz 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer 


Im Abstimmungskampf unterstützte Biowinzer Roland Lenz die Trinkwasserinitiative an vorderster Front, so auch in der Sendung Arena. Er sprach mit Franziska Herren über die Herausforderungen des Weinbaus im nassen, stürmischen Unwettersommer 2021.

Roland, du produziert deine Weine ohne Pestizide. Wie ist es dir in diesem nassen, stürmischen Sommer ergangen? 
Nach den Frostschäden Ende April, nach heftigen Sturmwinden mit viel Regen und endlosen Blattnasszeiten im Juni stellte die Woche vom 13. Juli alles Erlebte in den Schatten: erst ein extremer Hagelsturm und dann fünf nachfolgende Tage mit ununterbrochenem Regen… Klimaveränderung pur! Die Folgen waren für unsere europäischen Traubensorten fatal: Zwar blieben Trauben und Blätter unter den Seitenhagelschutznetzen geschützt, doch knickten diese Sorten wegen der endlosen Feuchtigkeit in diesen Tagen vollkommen ein. Der Falsche Mehltau vernichtete die Trauben von Müller-Thurgau, Pinot Noir, Merlot und Co. fast komplett. Nur unsere pestizidfrei angebauten pilzresistenten Sorten (PIWI) widerstanden den millionenfachen Pilzangriffen. Sie haben den Wetterextremen standgehalten und liefern auch in diesem Jahr gesunde Trauben.

Wirst du jetzt noch stärker auf PIWI-Weinsorten setzen?
Ja, Karin und ich haben im Juli einen zukunftsweisenden Entschluss gefasst: Alle Weingärten mit den anfälligen Europäersorten werden wir so schnell wie möglich durch pilzwiderstandsfähige Reben ersetzen. Eine einmalige Chance: Damit werden wir zum grössten PIWI-Weingut weltweit!

Wir beide standen mit Bundespräsident Guy Parmelin zusammen in der Arena. Du hast ihn auf dein Weingut eingeladen. Hat er die Einladung angenommen?
Ja, er hat die Einladung angenommen und wird uns am 29. März 2022 auf dem Weingut Lenz besuchen.
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Warum hast du Bundespräsident Guy Parmelin eingeladen?
Er hat während des Abstimmungskampfs ausschliesslich Betriebe besichtigt, die die 2x Nein-Parole vertraten und somit auch den Pestizideinsatz. Ich möchte ihm aufzeigen, wie wir es schaffen, völlig ohne Pestizide (auch ohne «natürliche Pestizide») erfolgreich Weinbau zu betreiben. Dabei halten wir ökologische, ökonomische und soziale Interessen im Gleichgewicht – dies im Sinne gelebter Nachhaltigkeit. Angesichts des nassen Sommers und des immer deutlicher spürbaren Klimawandels wurde nochmals klar, wie wichtig es ist, dass die Landwirtschaft weg kommt vom Pestizid-Tropf und der Weg für resistente Sorten geebnet wird. Dies betrifft nicht nur die Wein-, sondern auch die Gemüse- und Obstproduktion! Der Klimawandel erfordert von den Landwirt*innen ein grundlegendes Umdenken. Noch haben sie die Möglichkeit, auf neue, resistente Sorten und klimaangepaste Anbausysteme umzusteigen.

Wie lange dauert eine Umstellung auf PIWI-Sorten?
Wenn im Weinbau neue Reben gepflanzt werden, vergehen 4 Jahre bis zur ersten Ernte. Eine solche Umstellung ist verbunden mit Knowhow und Kosten. Nebst einer pestizidfreien Produktion müssen daher dringend auch Agrarforschung und Investitionshilfen auf die ökologische Produktion ausgerichtet werden. Genau das hatte die Trinkwasserinitiative gefordert. Nur so kann die Landwirtschaft angesichts des Klimawandels auch in Zukunft Qualität und Erträge sichern und für sauberes Trinkwasser sorgen. Die Politik muss jetzt handeln!

Danke, Roland, dass du uns aufgezeigt hast und schon seit 25 Jahren vorlebst, dass pestizidfreier Weinbau auf höchstem Qualitätsniveau schon lange Realität ist!
 
Die PIWI-Weine von Karin und Roland Lenz können am 29. November am swiss wine  tasting im Kongresshaus Zürich oder sonst auch direkt auf dem Weingut Lenz degustiert und genossen werden. Sie sind im Geschmack hervorragend, stehen herkömmlichen Weinsorten ins nichts nach und sind zudem völlig frei von giftigen Pestizidrückständen!  

Wir sind jetzt gespannt auf den Besuch von Bundespräsident Guy Parmelin auf dem Weingut Lenz und werden darüber berichten. 

Herzliche Grüsse
Franziska Herren & Team

Wir bleiben dran.

Die 1,27 Millionen JA Stimmen für die Trinkwasserinitiative nehmen wir als Auftrag, den für sauberes Wasser, hohe Biodiversität, gesunde Böden und gesundes Klima dringend nötigen Wandel in der Lebensmittelproduktion weiterhin aktiv und kraftvoll voranzubringen. 
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Vielen Dank!
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